DIALOGE KUNSTFREIHEIT
Recherche- und Diskursprojekt zu Angriffen auf die Kunstfreiheit

Das Projekt dokumentiert politisch motivierte Übergriffe gegen Künstler*innen und Kultureinrichtungen und klärt über Motivationen und Systematiken auf. Neben der Dokumentation von Vorfällen ermöglicht das Projekt den spartenübergreifenden Austausch zwischen Institutionen und möchte diese nachhaltig gegen Angriffe stärken.

RECHERCHE ZU ANGRIFFEN AUF DIE KUNSTFREIHEIT
Gesammelt werden Angriffe, die sich gegen ein breites Spektrum an Künsten, Genres und Orten richten – neben Theatern und Museen z.B. auch Kabarett, Rockmusik, queere Subkultur, Schultheater, jüdische Kulturangebote – in Städten oder ländlichen Gebieten. Dokumentiert werden ausschließlich politisch motivierte Aggression gegen die Kunstfreiheit, gegen Künstler*innen und Kultureinrichtungen in Form von Bedrohungen, Übergriffen, Einschüchterungsversuchen, Störungen, etc.

DISKURSVERANSTALTUNGEN
Bestandteil des Projekts sind Veranstaltungen und Symposien, in denen Kulturinstitutionen und Aktive der Kunst und Kultur mit Expert*innen zusammenkommen und sich über Vorfälle und Strategien verständigen.
Der Austausch soll ein Bewusstsein für Angriffe und Solidarität mit Betroffenen schaffen, einen langfristigen Dialog fördern, Aufklären und Institutionen und Künstler*innen gegen zukünftige Angriffe stärken.

Termine:

8. Mai 2021
Die groben Unterschiede – Kunstfreiheit in der Klassengesellschaft
mit Francis Seeck (Geschlechterforscher*in und Antidiskriminierungstrainer*in), Klaus Dörre (Soziologe), Deniz Ohde (Schriftstellerin) und Derya Atakan (Sporanistin)


Archiv (Mitschnitte für Unterzeichner*innen auf Anfrage)

13. März 2021
Identitätspolitik und Kunstfreiheit
Wer darf soll muss kann was wie wo zei­gen – oder auch nicht?
mit Kathrin Röggla, Autorin und Vizepräsidentin der Akademie der Künste Berlin und Ijoma Mangold, Autor und Literaturkritiker

5. November 2020
Rechte Bedrohungsallianzen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
mit Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Soziologe, Gewalt- und Rechtsextremismusforscher

VORFÄLLE EINREICHEN
Eine formlose Mail mit Ort, Monat des Vorfalls und eine knappe, Stichpunktartige Schilderung ist als Ausgangspunkt ausreichend – ggf. ergänzt mit Dokumenten wie Presseberichten, E-Mails o.ä.
Die Einreichungen werden vertraulich behandelt und auf Wunsch anonymisiert.

E-Mail Adresse für Vorfälle und Anmeldung für Veranstaltungen:
kunstfreiheit@dievielen.de

Das Projekt Dialoge Kunstfreiheit wird unterstützt von der Bundeszentrale für politische Bildung.